Die richtige Ernährung in der Schwangerschaft

Sep 19, 2018

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Die richtige Ernährung in der Schwangerschaft

Die richtige Ernährung in der Schwangerschaft

Posted in : Ernährung, Schwangerschaft on by : Doctor

Die richtige Ernährung ist in der Schwangerschaft entscheidend. Viele werdende Mütter stellen sich eine Frage: „Welche Nährstoffe braucht mein Kind?“ Eine Schwangerschaft ist ein guter Beginn seine Ernährung umzustellen, dies tut sowohl der Mutter als auch dem Kind gut.

Die ersten Monate einer Schwangerschaft sind für viele Frauen von Übelkeit und Heißhungerattacken geprägt. Am Morgen bekommen die meisten nix runter. Wenig später bekommen sie Lust auf etwas Süßes und kurze Zeit später wollen sie etwas Deftiges. In solchen Situationen ist es sehr wichtig, die bewusste Ernährung nicht aus den Augen zu verlieren.

Während der Schwangerschaft nicht für zwei essen

Einige Frauen sehen mit der Schwangerschaft einen Freibrief, um alles zu essen, was das Herz begehrt. Denn das Baby braucht ja das Mehr an Essen, oder? Ganz klar. Nein, braucht es nicht!

Eine Schwangerschaft bedeutet nicht, dass man gleichzeitig für zwei Personen essen muss. Erst ab dem vierten Monat, sollte man ungefähr 10 Prozent an Kalorien mehr essen. Das entspricht im Durchschnitt etwa 250 Kilokalorien. Bereits eine Scheibe Vollkornbrot mit Käse oder zwei kleine Müsliriegel können diesen Bedarf decken.

Regeln für eine einfache Ernährung für Schwangere

Für Schwangere gelten die gleichen Regeln wie für jeden anderen Menschen, der Wert auf eine bewusste Ernährung legt. Frisches Obst und Gemüse, Vollkornbrote, Milchprodukte fürs Kalzium und Meeresfrüchte für den Bedarf an Jod. Idealerweise wird eine vegane abwechslungsreiche Ernährung mit nährstoffdichten Lebensmitteln eher schonend zubereitet, da die Lebensmittel sonst zu viele Nährstoffe verlieren. Bestenfalls wird Gemüse ab und zu als Rohkost genossen. Kritische Nährstoffe wie z.B. Vitamin B12 soll bei Bedarf substituiert werden.

Aber auch Hülsenfrüchte und Nüsse dürfen bei der Ernährung nicht zu kurz kommen, da sie pflanzliches Eiweiß, Eisen und Mineralstoffe enthalten. Sinnvoll sind auch hochwertige Fette, wie zum Beispiel kalt gepresstes Olivenöl mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Vermeiden sollten Schwangere überwiegend frittierte Speisen, fett- und zuckerreiche Lebensmittel.

Ausreichend Folsäure aufnehmen

Natürlich haben Schwangere einen geänderten Bedarf an Nährstoffen. Werdende Mütter benötigen unter anderem einen erhöhten Bedarf an Eiweiß, Eisen, Zink, Vitamin B2 und B6, Folsäure und Jod.

Während der Schwangerschaft benötigt der Körper beinahe doppelt so viel Folsäure. Der Nährstoff steckt zum Beispiel in Vollkornprodukte oder Gemüse wie Salat oder Spinat. Dieser Bedarf kann jedoch meist nicht vollkommen durch eine ausgewogene Ernährung gedeckt werden, deshalb sollten entsprechende Präparate zum Ausgleich verwendet werden. Zu wenig Folsäure kann für das ungeborene Kind sehr gefährlich sein. So steigt bei einem Mangel das Risiko für Neuralrohrdefekte wie offener Rücken.

Auf diese Lebensmittel sollten Schwangere verzichten

Manche Lebens- und Genussmittel sollten Schwangere schon von Beginn an nicht zu sich nehmen. In den neun Monaten sind Alkohol und Zigaretten komplett tabu, das ist soweit jedem bekannt. Allerdings auch vom rohem Fleisch und Fisch sollten Schwangere die Finger lassen. Denn darin können sich Parasiten und Krankheitserreger befinden.

Aber auch bei Rohmilchprodukten sollten zukünftige Mütter aufpassen, diese können nämlich mit Bakterien versehen sein. Um einer Salmonelleninfektion vorzubeugen, sollte man sich zudem vor rohen Eiern in Acht nehmen.

Heißhungerattacken – Was dagegen hilft

Egal ob es nur Einbildung ist oder hormonell bedingt, viele Schwangere fühlen sich machtlos gegen Heißhungerattacken. Wenn sie nicht zu oft vorkommen, schaden diese Attacken auch nicht. Wenn sie sich aber häufen, steigt zum Beispiel das Risiko für Diabetes in der Schwangerschaft.

Wenn als der Heißhunger kommt, sollte man darauf achten, was gegessen wird. Auch in solchen Momenten darf man die bewusste Ernährung nicht vergessen. Hier gilt die Devise, dass man einen möglichst gesunden Mittelweg finden muss.